►Aktivitäten

Vereinsgründung

Am 27.04.2006 wurde der Verein offiziell ins Vereinsbuch eingetragen. Der Wille, etwas zu verbessern ist bei allen Mitgliedern deutlich anzumerken. Hinsehen, wo “man” leider oft vorbei sieht, nicht müde werden zu helfen und zu unterstützen.

Ein Mädchen aus einem westlichen Bundesland

…….. suchte und fand Kontakt zu uns. Viele Jahre in der Nähe eines überaus gewalttätigen Vaters, der auch vor sexuellen Übergriffen nicht halt machte, hinterließen Spuren der Angst, Gefühle der Verzweiflung bei ihr. Wir boten ihr Ohren, Ruhe, Sicherheit und für einige Zeit auch eine Wohnmöglichkeit. Nur langsam fand sie Vertrauen, Grundlegendes wie essen, trinken waren anfänglich nicht selbstverständlich, ebenso ein ruhiger Schlaf. Mit viel Geduld, schier endlosen Gesprächen und Hilfe unseres Arztes fanden wir den Weg zur Normalität. Sie lebt nun schon einige Zeit bei ihrer Schwester, wir haben weiterhin intensiven Kontakt und sie wird ihr Leben meistern.

Hemmungslos sucht ein Wiener in einem Chat nach…..

Gleich zu Beginn bekommen wir von einer Internetchat- Teilnehmerin die Information, dass ein Mann über diese Plattform versucht an minderjährige Mädchen zu gelangen. Wir nehmen anonym Verbindung auf und können der Kriminalpolizei in Wien bereits nach drei Tagen alle Informationen (Name, Kinderpornographisches Material und digital gespeicherte Aufzeichnungen) die sie benötigen, um weitere Schritte – wie Anzeige bei Gericht- übergeben. Der Verein war in diesem Fall Anzeiger.

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1. Vereinstreffen….wir sind voll motiviert..

Alle Arbeitsgebiete wurden aufgeteilt, unsere Internetseite besprochen, ein Konzept erarbeitet, eine Einbindung in vorhandene Netzwerke angesprochen und die momentan aktuellen Fälle besprochen.

2 Schwestern versuchen ihre Vergangenheit aufzuarbeiten:

Zwei Schwester, Alter 23/25 Jahre lebten lange Jahre mit einem erdrückenden Geheimnis. Sie fanden unsere Seite im Internet, nahmen Kontakt auf. Ein naher Verwandter missbrauchte die Beiden über einen längeren Zeitraum. Damals waren die beiden Kinder. Angst, Unsicherheit und Fehlinformation trugen das Ihrige bei. Eine Rechtsanwältin!!! informierte sie bei ihrem ersten zaghaften Versuch, die Vorgänge ans Licht zu bringen falsch, sprach von einem bereits verjährtem Delikt! Lange Gespräche, jeder notwendige Unterstützung führten dann zu der Entscheidung der Beiden, Anzeige zu erstatten. Wir werden sie auf diesem Wege gerne und mit aller Sorgfalt begleiten und unterstützen. Anzeige wurde erstattet beim BKA NÖ. Ein Verfahren ist anhängig.

Ein kleines Mädchen aus Wien……Kindergartenalter…

An der Stelle stoppen wir aus Rücksicht auf eine rührige Mitarbeiterin die Information und begnügen uns damit, dass ein verwerflicher Vorgang weitergeleitet wurde und die Behörden arbeiten.

2. Vereinstreffen

erste UnterstützungenWir freuen uns darüber, dass sich einige Freunde über unser Anmeldeformular gemeldet haben und uns tatkräftig unterstützen wollen. Sei es nun durch Mitarbeit oder auch durch finanzielle Unterstützung. Über jede Art von Mithilfe sind wir sehr dankbar und nehmen sie gerne an. Unsere Literaturliste für die Internetseite wird besprochen. Außerdem sind wir gemeinsam zu der Entscheidung gekommen die Seite zu unterteilen, in Kinder und Erwachsenbereiche.  Auch möchten wir Menschen Hilfe anbieten, die Neigungen zu Pädophilie in sich spüren.

Gespräch mit Alexander Haide Buchautor

Alexander Heide ist ein engagierter Autor, ein so genannter “Aufdecker” , auch bekannt geworden durch das Buch : Stoppt die Kinderschänder. Er versuchte in diesem sehr direkt geschriebenen Buch die Hintergründe, die finanziellen Machenschaften rund um Kinderpornografie und Kindesmissbrauch in die Öffentlichkeit zu bringen. Bei unserem Gespräch erzählte er von den Stolpersteinen, dem „Nichtsehenwollen ” der Gesellschaft und den wirtschaftlichen Verknüpfungen, die mit diesem wohl traurigsten Kapitel des „Unmenschseins“ zusammenhängen.

Abartiger Täter…Treffen…..Verhaftung….Urteil

news1_Seite_2Wieder ein Vorfall im Internet. Auf einer Chatseite versucht jemand, kinderpornografische Filme zu verbreiten. Wir haben vorsichtig digitale Daten gesammelt und diese der Kriminalpolizei weitergeleitet. Persönliche Gespräche mit den Beamten geführt und damit ein zukünftiges Zusammenarbeiten wesentlich erleichtert.Mehrere telefonische Gespräche führten zu einem Treffen in Wien. Auf Grund der an die Kripo übermittelten Daten kamen außer uns noch ein Aufgebot an Kripobeamten die auch einen Haftbefehl erwirkt hatten. Statt dem erhofften Kind erwarteten ihn die Mitarbeiter des BKA Wien.Bei der in Korneuburg abgehaltenen Verhandlung wurde der Täter rechtskräftig auf unbestimmte Zeit in eine Anstalt für abnorme Rechtsbrecher eingewiesen.

 Hierzu ein Artikel der Zeitung “News”     news1      news2

Eine große Gefahr weniger!!!!

aus dem Ausland…unser Nordlichterl…

Ein Mädchen  meldet sich bei uns und bittet verzweifelt um Hilfe. Ihre Situation erfordert sehr viel Feingefühl, da sie nur noch Angst vor jedem und allem hatte. Schwerer Missbrauch und schreckliche Dinge wurden dem Mädchen angetan. Viele stundenlange Gespräche über Internet die dazu dienten mehr über sie und ihre Situation zu erfahren, fanden täglich statt. Vertrauen zeigt sich schön langsam und wir ersuchen sie für ein paar Tage aus ihrem Leben zu holen. Versteckt und voll Angst über die neue Situation bei uns versuchen wir dem Mädchen doch ein paar angenehme Stunden bei uns zu ermöglichen. 24Stunden Betreuung da für sie weder Schlaf noch ruhige Minuten möglich waren, selbstzerstörerisches Verhalten, Panikattacken machen ihr das Leben zur reinsten Hölle. Wir versuchen so schnell es möglich war für sie eine passende Klinik zu finden. Mit viel Energie gelingt dies auch und nach 3 Wochen zieht das Mädchen in eine gut geführte Klinik. Natürlich besuchen wir sie dort zwischendurch und freuen uns mit ihr über ihre kleinen Fortschritte. Wir konnten mit ihr einen tollen Tag verbringen und sogar in ein Lokal essen gehen ohne Panikattacken. Viel Lob über diese Fortschritte sollten sie motivieren den Weg der Therapie weiter zu gehen. Außerdem wollten wir ja nach der Therapie Wien bei Nacht sehen und genießen können ohne Angst und Furcht.Nach der Therapie hielten wir natürlich unser Versprechen und kamen manchmal aus dem Staunen nicht mehr heraus. Das Wetter war uns gut gesinnt und wir konnten Wien sowohl bei Tag und Nacht von seiner schönsten Seite zeigen, kaum eine Panik, kaum Angstgefühle, fast ruhiges Einschlafen am Abend machten die Tage für das Mädchen zum schönsten Erlebnis seit vielen Jahren.Medikamente und noch viele Therapien werden das Mädchen noch lange Zeit begleiten aber der Anfang in ein freies angstfreies Leben hat begonnen ……und wir werden auch weiterhin immer für sie da sein.

Eine ganze Familie will verhindern…..Verfahren eingeleitet

Hilferuf per Telefon .Eine Familie versucht mit allen Mitteln, ein “Nachaussendringen” der Informationen zu verhindern. In diesem Strudel ist ein Mädchen gefangen. Sehr vorsichtige Vorgangsweise, Zusammenarbeit mit örtlichen Behörden, da in diesem Fall der Faktor “Angst” besonders zum Tragen kommt.Wir hatten mit dem Mädchen intensiven Kontakt gehalten, deshalb erfuhren wir von ihrer Aussage, sich das Leben nehmen zu wollen. (Mitte April 2007)Wieder ehrlich gemeinte Dankesworte an die Polizisten, die wir verständigt haben. Abermals unzählige Telefonate, mehrere Ruckrufe, stets gefühlvolle Gespräche mit der Exekutive. Offensichtlich sind die Beamten entweder speziell geschult oder hervorragend ausgesucht. Oder beides.Tage später konnten wir mit dem Mädchen telefonieren und dürfen mitteilen, es geht ihm wieder besser. Wir recherchieren weiter …und finden eine Homepage, dort Bilder von Selbstverletzungen, die tiefen Einblick in ihre Verzweiflung geben. In Foren unseres Nachbarlandes Deutschland findet sie Menschen mit vergleichbarem Schicksal. Freunde von uns (Vereine, die in Deutschland ähnliche Ziele verfolgen wie wir), die auf solchen Plattformen mitlesen. Hintergründe, warum das Mädchen zu einem verzweifelten Mädchen mit Hang zu Selbstverletzung wurde liegen klar sichtbar auf. Wir haben auch mit Teilen der Familie Kontakt aufgenommen und versuchten, die momentan besonders schwere Zeit des Mädchens zu erleichtern. In diesem Fall läuft ein Strafverfahren gegen den leiblichen Großvater wegen Kindesmissbrauches und wir hoffen inständig auf ein rasches Verfahren im Interesse des Mädchens.

Wiener Student sucht Kinder und verteilt Bilder

Gefahr aus dem Internet                Ein junger Wiener Student versucht auf einer bekannten Chatplattform Frauen zu finden, die ihre Kinder in abartige Sexspiele einbeziehen würden. Natürlich will er seine Abartigkeit auch durch Kinderpornografisches Material unterstreichen. Noch in der gleichen Nacht machen wir die Anzeige beim BKA- Wien und nach einer Hausdurchsuchung verhärtet sich der Verdacht. Ein Verfahren ist anhängig. Täter ist geständig, hat unzählige Mails an Gleichgesinnte verteilt…..Eine Erleichterung der Kripoarbeit …auch die Empfänger dieser schmutzigen Mails dürfen Besuch erwarten.

Wieder versuchte ein Täter einen Internetchat für seine …

Ebenfalls ein Niederösterreicher versuchte über einen Chatraum in Kontakt mit Müttern zu kommen um an die minderjährigen Töchter zu gelangen. Der Postkasten, einer eigens angelegten Emailadresse, füllt sich mit Mails und Bildern die sein Vorhaben deutlich machen. Natürlich wird auch dieser Mann zur Anzeige gebracht und eine Hausdurchsuchung zeigt, wir hatten nicht Unrecht. Ein Verfahren ist anhängig.

Ein Mädchen sucht Hilfe….

Ein junges Mädchen schreit im Internet um Hilfe, Auch hier finden wir eine Homepage, worin man schreckliche Selbstverletzungsbilder vorfindet und klare Aussagen über den Missbrauch in ihrem kurzen Leben. Informationen über die Auswirkungen nach solchen Übergriffen, Flashbacks (Bilder, die wie eine schreckliche Diashow vor ihren Augen ablaufen, die sie nicht verhindern kann und die auch vollkommen zusammenhanglos und unkontrollierbar kommen und ihr das Leben zur Hölle machen. Kontakt mit BKA Wiesbaden und mit dem Kinderschutzzentrum ihres Lebensraumes. Bis heute hat es die zuständige Stelle in Wiesbaden nicht für nötig befunden, wenige Worte in ein Antwortmail zu packen und damit ein Lebenszeichen zu geben. (Anders läuft Vergleichbares in Wien. Hier ist es echte Zusammenarbeit!!) Das zuständige Kinderschutzzentrum brachte das Mädchen in einer Klink unter. Gerne berichten wir an dieser Stelle über weitere gute Nachrichten.

Ein Mann mit politischen Aufgaben…sollte an sich ein Vorbild sein

Seit ungefähr 6 Jahren war ein Mann fast zu jeder Stunde auf www.superchat.at anzutreffen. Er verwendete dort die Nicks: su_incestmutti_M42    /43/44/45, oder aber su_mutti_m42   /43/44/45. Offensichtlich war er der Meinung, dass man im Internet vollkommen anonym seinen perversen Trieben nachgehen könne. Freimütig gab er bekannt, er sei sowohl an Inzest als auch an Sex mit Kindern interessiert. Ein Chatgespräch mit ihm folgte dem Anderen , dann kam es zu Telefonaten und auch zu einem persönlichen Treffen. Ton- und Bildaufnahmen bestätigten die bisherigen Aussagen. Wir machten eine Anzeige und es kam zu einer Hausdurchsuchung. Da es sich um eine Person handelt, die auch politisch aktiv ist, reagierte die Presse außergewöhnlich aktiv. Artikel im Kurier, der Nön, der Österreich, der Lokalpresse , dem Standard und natürlich der News, Berichte im Internet…..Die jeweiligen Artikel sind im jpg- Format hier zu sehen.

 Wie groß muss der Druck sein……..?

Eine Meldungen über Suizidgefährdung kommt über Telefon und unsere Webseite. Über die Webseite erreicht uns die Mitteilung, dass ein junges Mädchen im Raum Wien Selbstmord angedroht hat. Dies teilte uns eine aufmerksame Internetbenützerin mit. Leider waren die Informationen nur sehr dürftig. Ein Hilferuf an unsere Polizei wird gehört. Wir werden mehrmals weiter verbunden, stets aber sehr höflich und gefühlvoll und mit der Begründung, die nächste Dienststelle sein entweder geografisch besser informiert, oder für den Fall einfach die richtigere Ansprechstelle. An dieser Stelle ein aufrichtiges Danke  an die beteiligten Beamten. Mit dem richtigen Telefon verbunden gab es ein bewegendes Gespräch mit einem Mitarbeiter. Der versprach sofortige Intervention, ein Amtsarzt würde sofort verständigt und der begleitende Beamte würde uns nach Lösung des Problems telefonisch die Sorge nehmen. Genau so wurde auch vorgegangen. Offensichtlich war das Problem des Mädchens tiefliegend, sie wurde in eine Klinik eingewiesen. Freude auch am Tag danach. Ein Anruf des Leiters dieser Wohngemeinschaft, dem das Mädchen angehört meldete sich mit Informationen und Dankesworten.

 Mail einer Betroffenen…einfach um einiges zu verstehen     Bitte den Link anklicken und den Zeilen Zeit schenken.

Wir dürfen Freude vermitteln…

Die Fahrschule U3ver…..genauer die Besitzerin Isabella Power hört von uns in einem Gespräch, dass genau die Abteilung der Kripo, die gegen Kinderpornografie und Kindesmissbrauch mit viel persönlichem Einsatz…..auch mit Herzblut kämpft….würde dringend für ihre Arbeit einen Laptop brauchen. Isabella Power steht unserem Verein mehr als nur nahe und spendet spontan ein Gerät der Firma Sony. Wir dürfen es am gleichen Tag übergeben und den Beamten ihre Arbeit erleichtern, bzw Arbeitszeit schenken, die sie für Ermittlungen besser nützen können. Ganz lieb Danke schön hier auf diesem Wege an Frau Power für ihre rasche und wichtige Hilfe.

laptop

Besuch bei und spannendes mit Gespräch mit Dr. Erwin Pröll

Am 11.Juni besuchten wir unseren Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll. Ein persönlicher Kontakt stand im Vordergrund, aber auch viele Dinge sollten besprochen werden. Präventivarbeit an Schulen und in Kindergärten sollte ein “MUSS” sein. Effektivere Zusammenarbeit, um unser aller Ziele zu erreichen. Mit Pädagogen (auch mit Jugendämtern) sollte eine gute Zusammenarbeit mit unserem Verein möglich sein. Opfer, wobei es sich in den meisten Fällen um Kinder und Jugendliche handelt, sollten keiner Verjährungsklausel bei Anzeigen unterliegen. Die Beamten der zuständigen Behörden sollten mehr Rechte erhalten z.B. als “Maulwürfe” im Internet agieren dürfen. Eltern öffentlich aufmerksam machen, welche Gefahren im Internet lauern, wie sie ihre Kinder begleitend darauf vorbereiten können und wohin man sich um Hilfe wenden kann. Wir bedanken uns hiermit herzlich für das sehr offene Gespräch und wünschen uns auch weiterhin gute Zusammenarbeit mit unserem Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll.

Proell_3

Mit versteckter Kamera Wiederholungstäter seit 2006 angezeigt!

Im April 2006 haben wir einen Wiener angezeigt….Nachdem die Staatsanwaltschaft den “AKT” wieder gefunden hat, gab es knapp vor Jahresende 2006 eine Hausdurchsuchung. Eine große Anzahl von Pc`s und eine viel größere Anzahl an Bildern mit kinderpornografischem Inhalt wurde gefunden. Der Täter suchte und sucht weiter nach Opfern. Bis er in ein Cafe geladen wurde….. Zu sehen am 2.1.2008 um 18:30 in ORF2 -Sendung Konkret- mit versteckter Kamera.

Endlich die erste Verhandlung gegen den uneinsichtigen….

Am 11.4.2008 wurden wir zur Verhandlung gegen den offensichtlich unverbesserlichen Mann geladen. Dieser wurde schon 2006 angezeigt. Nach endlos langer Wartezeit fand eine Hausdurchsuchung statt. Diese brachte über 700 Dvd`s mit schrecklicher Kinderpornografie zum Vorschein. Der gleiche Mann nütze die Wartezeit auf den Prozess für weitere Versuche in einem österreichischen Chat Opfer zu finden. Auch diesmal fand er wieder eine Gesprächspartnerin und wurde in ein Wiener Cafe geladen. Der ORF hat dieses Treffen begleitet und am 2.1.2008 gesendet. (siehe vorigen Eintrag). Der Prozess wurde vertagt, da der Angeklagte angab, nicht er, sondern ein Hacker habe die vielen Bilder an seine Gesprächspartnerin im Chat weitergeleitet. Wir berichten gerne weiter……

Runder Tisch Justiz- Therapeuten-Opfer  Zeitung Österreich

Am 6.5.2008 wurde unsere Obfrau zu einem Gespräch geladen. Daniela Schimke von der Zeitung Österreich lud Dr. Christian Manquet vom Justizministerium, Dr. Elisabeth Grabner Tesar vom Verein Neustart, unsere Obfrau Susanne und ein ganz liebes Mädchen aus der Steiermark (die leider das Thema kennt) ein. Dieses Gespräch wurde zur Grundlage eines Artikels in der Zeitung “Madonna”. Selbstverständlich ist der gesamte Artikel (einfach hier klicken) als Pdf nachzulesen. Wir freuen uns, dass mittlerweile auch Opfer solcher Übergriffe gehört werden. Danke an Frau Daniela Schimke für diesen Artikel.           Bild von Treffen

Lehrchefin mit viel Gefühl und Verantwortungsbewusstsein

Ende Mai 2008 kam ein Anruf. Gemeinsam meldeten sich die Chefin und deren Lehrling aus Ostösterreich. Der Lehrherrin war aufgefallen, dass das Mädchen starke Stimmungsschwankungen verzeichnete und die nötige Konzentration auf die berufliche Ausbildung weit unter das zu erwartende Maß gefallen war. Offensichtlich ist die Chefin sehr feinfühlend und hat in einem Gespräch versucht, die Gründe zu erfragen. Ergebnis: Der eigene Bruder hat nach letztem Stand der Informationen das Mädchen über viele Jahre unter Androhung und Ausübung von Gewalt zu sexuellen Handlungen gezwungen . Noch am selben Tag wurden die Eltern zu einem Gespräch gebeten, an dem wir auch teilnehmen durften. Für die sympathischen Eltern ein Schock. Trotzdem waren deren Reaktionen bewundernswert verantwortungsbewusst. An dieser Stelle erlauben wir uns tiefen Respekt gegenüber den Beteiligten auszudrücken. Nur eine sehr verantwortungsbewusste Einstellung zum Thema Lehrlingsausbildung, Zivilcourage und Konsequenz haben diesem schrecklichen Tun ein Ende gesetzt!

Fortsetzung nach dem Auftritt vor versteckter Kamera (ORF)

Nach sehr langer Zeit endlich die Gerichtserhandlung im LG Wien gegen den mehrmals einschlägig vorbestraften Täter, den wir alleine zwei Mal in einem Internetchat gefunden haben und dessen sehr aktive Suche nach Kindern für seine abartigen Gedanken unterbinden konnten. Wir durften einer richtungsweisenden Verhandlung beiwohnen, die uns gezeigt hat, daß das Thema Kinderpornographie schon als das gesehen wird, was es ist: Ein Schritt in die Richtung aktiver Kindesmißbrauch.  USA (carechild) – Amerikanische Psychologen untersuchten 155 Strafgefangene. die wegen verschiedener Kinderpornographie Delikte einsitzen. Die, noch unveröffentlichte, Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Männer die Kinderpornographie konsumieren zu 85% auch tatsächlich Kinder sexuell missbrauchen. Die Studie wurde an 155 Strafgefangenen durchgeführt. Alle sitzen wegen Kinderpornographie ein und alle nehmen freiwillig an einer Therapie teil. Alle haben freiwillig und vollständig anonymisiert Fragebögen ausgefüllt, in denen unter anderem danach gefragt wurde, ob sie schon einmal ein Kind sexuell missbraucht haben und in welcher Form. Die Ergebnisse sind so erschreckend, dass das Bureau of Prison (die für das Gefängnis zuständige Behörde) versucht die vollständige Veröffentlichung der Ergebnisse zu verhindern. Demnach haben 85% aller Befragten zugegeben bereits ein Kind tatsächlich missbraucht zu haben. Angefangen von unangebrachten Berührungen bis hin zur Vergewaltigung. Vor dieser Befragung waren Missbrauchshandlungen nur von 26% der Gefangenen bekannt. Aus den bislang bekannten 75 Opfern, kamen durch die Fragebögen 1777 Opfer ans Tageslicht. Bisherige Studien gingen davon aus, dass “nur” ca. 30% der Kinderpornographie Konsumenten auch tatsächlich Kinder missbrauchen. Die Forscher dieser Studie, Michael Bourke und Andres Hernandez, sind der Auffassung, dass die ermittelten Zahlen Abweichungen aufweisen können zwischen Tätern die Hilfe suchen und Tätern die keine Therapieangebote annehmen. Auch wenn die Studie und das vorhandene Zahlenmaterial Spielraum für Interpretationen lässt, stellt sie zumindest ganz klar den Zusammenhang zwischen dem Konsum von Kinderpornographie und dem sexuellen Missbrauch von Kindern durch ebendiese Konsumenten her. In den ersten Tagen des Dezember 2008 sollte der Kinderpornoverteiler seine rechtsgültige Strafe antreten. Leider haben wir keine Möglichkeit gefunden, Informationen zu erhalten, die den tatsächlichen Antritt bestätigen.

Mutter und Tochter bei uns aufgenommen, bisher wurde beiden…

Auf Wunsch der Betroffenen haben wir diesen Beitrag deaktiviert.

2 Männer gehen ihren Weg…suchen und finden eine Lösung…..

Eine Ehefrau meldet sich über Telefon und erzählt von schwierigen Problemen innerhalb ihrer Familie. Der Partner komme mit einigen Dingen im Leben nicht zurecht, wir versuchen in Gesprächen einen Ausweg zu erarbeiten………und lassen “unserem Thomas” die Geschichte selbst erzählen:

Es begann alles als ich 10 Jahre alt  war. Mein Bruder und ich wurden von unserem damaligen Schwager missbraucht. Dieser Missbrauch erstreckte sich über mehrere Jahre hinweg. Nun kann man sich fragen, warum man sich später als Erwachsener nicht gewehrt hat? Als Kind wird einem vom Täter eingetrichtert, wenn du etwas verrätst, zerstörst du die Familie. Und als Erwachsener hast du dieselben Ängste, aber es kommt auch noch die Scham dazu. Das liegt sicherlich auch in der Natur des Mannes, dass man glaubt Schwäche zu zeigen. Somit glaubte ich mich mit meiner Situation arrangieren zu können und das alles vergessen zu können. Dies ging auch mehr als „20 Jahre gut’’. In den letzten Jahren verschlimmerte sich jedoch mein Zustand und es kam immer öfter in Stresssituationen zu Wut – und  Weinausbrüchen. Dieser immer häufiger auftretende Zustand belastete meine Frau und auch meine Kinder. Die Probleme in der Familie waren nie so wichtig für mich, da ich ja glaubte, dass meine eigene Situation nicht zu übertreffen wäre und alles andere sekundär wäre. Dieser Zustand wurde für meine Frau immer unerträglicher bis sie mich zum ersten mal mit dem Verein Schutzengerl konfrontierte. In mehreren Gesprächen versuchte sie mich dazu zu bewegen, Kontakt aufzunehmen  um mir helfen zu lassen. Da ich große Angst davor hatte, jemand Außenstehendem von meinem Missbrauch zu erzählen, nahm meine Frau das Steuer in die Hand und arrangierte ein Treffen mit Fr. Susanne vom Verein Schutzengerl. Meine Abwehrhaltung am Anfang war sehr groß. Aber es dauerte nicht  lange und ich spürte, dass hier wer vor mir sitzt, der mich versteht, und auch dazu bereit ist, mir zu helfen. Nach dem Treffen verstand ich zum ersten mal, das nicht die Schuld bei mir lag, sondern bei meinen Ex-Schwager. Ich traf mich mit meinem Bruder und erzählte ihm von meinem Vorhaben alles aufzuarbeiten, und dagegen etwas zu unternehmen. Da gesetzlich nichts mehr zu machen war (Verjährung) konzentrierten wir uns darauf endlich das Schweigen zu brechen und unseren Eltern sowie meiner Schwester den Missbrauch mitzuteilen. Außerdem war die Befürchtung von meinem Bruder und mir sehr groß, dass auch meiner Nichte das selbe Schicksal widerfahren sein könnte.  Der Tag an dem wir unserer Schwester mitteilten, was ihr Ex- Mann an uns verbrochen hatte, war für uns sehr schlimm. Nicht nur, dass man sich selbst outet, kam auch noch das Gefühl dazu, seiner eigenen Schwester sagen zu müssen, mit welchem Verbrecher sie jahrelang zusammengelebt hat. Meine Schwester fiel aus allen Wolken und es kam der Satz der an dieser Stelle immer kommt „ Warum habt ihr das nicht früher gesagt?’’ Nach  unserem Treffen hat unsere Schwester ihre Tochter von den Vorkommnissen informiert und sie auch über einen eventuellen Missbrauch befragt. Gott sei Dank hat sich unsere Befürchtung nicht bewahrheitet. Da der derzeitige Lebensgefährte meiner Schwester über diese Vorkommnisse überaus bestürzt war (und auch immer noch sehr guten Kontakt zu ihren Ex-Mann hatte), bot er uns an ein Treffen mit unserem Peiniger zu arrangieren. Mein Bruder und ich waren sofort damit einverstanden. Natürlich vermischten sich gleichzeitig die Gefühle zwischen Angst der Wiederbegegnung, die Gelegenheit sich Auge in Auge gegenüber zu stehen und Ihm deine Meinung zu sagen, und die Hoffnung, dass er die Tat zugibt und um Verzeihung bittet. In Begleitung von Fr. Susanne kam es vor Weihnachten 2008 zu diesem Treffen. Dieses fand in der Wohnung meiner Schwester statt. Mir ging es ziemlich schlecht als ich meinen Ex-Schwager gegenüber stand. Anfangs konnte ich ihm nicht in die Augen schauen, welches sich im Verlauf des Gesprächs änderte. Zuerst wollte er sich nicht genau daran erinnern und tat so als ob das nicht wirklich geschehen war. Dies änderte sich jedoch schlagartig als ich ihm einige seiner Übergriffe an den Kopf warf. Endlich kamen die erlösenden Worte des Eingeständnisses und die Entschuldigung. Zum ersten mal in meinem Leben verspürte ich in diesem Moment größte Genugtuung  und Zufriedenheit. SIEG AUF ALLEN LINIEN. Ich hoffe, dass er, wie versprochen selbst Hilfe in Anspruch nimmt. Als wir die Wohnung verlassen hatten, gingen wir gemeinsam in ein nahegelegenes Lokal um diesen Erfolg zu feiern. Diesen Erfolg verdanke ich vor allem meiner Frau, Susanne vom Verein Schutzengerl und aber auch letztendlich mir selbst. Es hat sich seit dem einiges geändert. Seit dem hatte ich keine Wut- und Weinanfälle mehr. Das Verhältnis zu meinen Eltern hat sich verbessert. Außerdem gestand meine Mutter mir das sie das selbe Schicksal als Kind erlitten hatte. Dies wusste bis dato selbst mein Vater nicht. Somit hat sich für mich der Einsatz gelohnt, da ich der Meinung bin, dass es auch für meine Mutter  endlich eine Erlösung war ihr Schicksal mitteilen zu können. Selbst das Verhältnis zu meinem Bruder hat sich geändert. Der Kontakt ist offener und intensiver geworden. Außerdem kann ich jetzt offen über meinen Missbrauch sprechen. Mittlerweile weiß auch mein bester Freund darüber Bescheid, welcher mir mit sehr viel Offenheit und Verständnis entgegengekommen ist. Ich hoffe, mit meiner Geschichte einige von euch ermutigen zu können diesen Weg zu bestreiten.  Wir werden immer Opfer bleiben, aber du musst nicht mehr Geisel deiner Schuld- Angst- und Schamgefühlen, sowie Albträumen sein. Hauptsache du kannst deine innerliche Befriedigung finden und mit dir selbst Frieden schließen.  Stelle dich deinen Problemen und mach dich Stark! Verlieren können nur die, die nichts unternehmen! Holt euch Unterstützung vom Verein Schutzengerl, wo Personen sind, die euch den Weg zeigen! Gehen müsst  Ihr ihn selbst! Aber es zahlt sich aus!

Thomas S.

Thomas hat uns erlaubt im Bedarfsfall seine Emailadresse weiterzugeben.

Wann immer in unseren Gedanken ein Anflug von Resignation spürbar ist, richten wir uns am Beispiel dieser Brüder und deren Familien wieder auf. Dafür sagen wir “Danke”.

 Tara-Award im Dezember 2012

Runder Tisch bei der Zeitung “Österreich”: Helfen statt Wegsehen

Dazu gibt es eine Pdf, einfach    ::Klick::

Tara-Award im Dezember 2012

Ein ganz kleines Bisserl stolz sind wir:

Am Schauplatz August 2014 ORF 2 „Ware Kind“